Hörgeräte und Demenz: Das sagt die Wissenschaft

Hörgeräte bewahren die geistige Leistungsfähigkeit

25 Jahre lang haben Wissenschaftler der Universität Bordeaux 3.670 Senioren ab 65 Jahre mit und ohne Hörverlust begleitet und ihre Gehirnleistung untersucht1. Deutliches Ergebnis zwischen Hörgeräte und Demenz: Wer schlecht hörte und keine Hörgeräte trug, baute schneller geistig ab. Hörgeräte-Träger hatten nach 25 Jahren die gleiche geistige Fitness wie Gleichaltrige mit gesundem Gehör.

Hörverlust und Demenz –
dem Zusammenhang auf der Spur

Wenn es um das Hören geht, denkt jeder sofort an die Ohren. Doch Klänge kommen zwar in den Ohren an, das tatsächliche Verstehen aber passiert im Gehirn. Sobald jedoch das Hörvermögen nachlässt, verändern sich die Signale, die unser Gehirn gewohnt ist. Das ist anstrengend, und wir brauchen immer mehr geistige Energie, um die entstandenen Klang-Lücken zu ergänzen und mit Sinn zu füllen. Dazu kommt, dass im Laufe unseres Lebens obendrein die geistige Fitness nachlässt, und es vereinzelt leider auch in eine Demenz übergehen kann.

Dank neuester Studien sehen wir aber zum ersten Mal konkrete Beweise dafür, dass Hörgeräte bei Menschen mit Hörminderung einem beschleunigten Verlust von geistigen Fähigkeiten vorbeugen können 1,2,3,4. Die dauernde Belastung und die Anstrengung, die das Gehirn unternimmt, um einen Hörverlust auszugleichen, können zu einer Vernachlässigung der anderen Hirnfunktionen führen. Gleichzeitig geht mit einem Hörverlust zumeist auch soziale Isolation einher – ein schon länger bekannter Risikofaktor für Demenz.

Das Risiko, schon bei einer geringen Hörschwäche an einer Form von Demenz zu erkranken, ist doppelt so hoch wie ohne Hörminderung. Bei einer starken Hörminderung verfünffacht sich das Risiko sogar.2

Hörgeräte und Demenz: Moderne Technologie kann helfen!

Hörgeräte wirken positiv auf soziale Interaktionen und die geistige Leistungsfähigkeit. Sie helfen unserem Gehirn, indem sie es bestmöglich bei seiner „Versteharbeit“ unterstützen. Die Verringerung des Demenzrisikos bei Menschen mit Hörminderung geht also mit der Tatsache einher, dass Hörgeräteträger sozial und geistig vergleichsweise aktiver sind und so dem schnelleren Abbau geistiger Fähigkeiten entgegenwirken. Höranstrengung und Konzentrationsaufwand werden stark reduziert. Das hält unser Gehirn fit, und wir bleiben länger aktiv. Kurzum: Hörgeräte können Folgeerscheinungen von Schwerhörigkeit vermindern (Demenz, Depression, soziale Vereinsamung).

Die Wiederherstellung der Hörfähigkeit ist ein wesentlicher Mosaikstein in der Demenzvorbeugung!

Oticon Opn wurde entwickelt, um die natürliche Arbeitsweise und Klanginterpretation des Gehirns zu unterstützen

Die sogenannte „BrainHearing™ Technologie“ vom Oticon Opn setzt bei der „Versteharbeit“ unseres Gehirns an. In den Oticon Oticon Opn Hörgeräte-Modellen mit BrainHearing Technologie wird berücksichtigt, wie unser Denkorgan Klänge, Geräusche und Stimmen verarbeitet. So wird das Hören und Verstehen leichter und komfortabler — selbst in lauter Umgebung, wie auf einer Party oder Familienfeier. Die Oticon Opn Hörgeräte gibt es als Modell hinter dem Ohr oder maßgeschneidert als Im-Ohr-Hörsystem. Überzeugen Sie sich selbst!

1 Hélène Amieva, Self-Reported Hearing Loss: Hearing Aids and Cognitive Decline in Elderly Adults: A 25-year Study, Journal of the American Geriatric Society.

2 Lin et al: Hearing Loss and Cognitive Decline in Older Adults (JAMA Intern Med. 2013 Feb 25;173(4):293-9); Lin et al: Hearing Loss and Incident Dementia (Arch Neurol. 2011 Feb 68(2); 214-20)

3 Davies HR et al. Hearing Impairment and incident dementia: findings from the English longitudinal study of ageing. J Am Geriatr Soc  65: 2074-2081 (2017)

Hearing loss: time for sound action. Editorial. The Lancet, 390: 2414 (2017)